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Jugendparlament Osnabrück interessierst!

 

Schau dich gerne um und erfahre,

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Pressemitteilung JuPa
PR20221012

Das Jugendparlament Osnabrück verurteilt die Belästigung der Transfrau auf dem Heger Tor am vergangenen Sonntag, den 09.10.2022.

Das Jugendparlament steht für eine diverse Gesellschaft mit dem Recht auf individuelle Selbstverwirklichung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und tritt nachdrücklich für diese ein. Unsere vergangenen Pressemitteilungen und unsere Parlamentsarbeit generell drücken die Unterstützung einer diversen Gesellschaft deutlich aus.

Traurigerweise steht dieser Vorfall nicht alleine da. Bisher dachten wir, dass wir in Osnabrück definitiv nicht auf einem unfehlbaren, aber zumindest auf einem progressiven Weg sind. Wir unterstützen die Initiative, die der Rat der Stadt neuerdings für dieses Thema aufbringt.

Während mit der Einweihung des Mahnmals für Peter Hamel nicht nur zur Erinnerung an die schrecklichen Taten der Vergangenheit verpflichtet wurde, sondern ebenfalls eine Mahnung für die Gegenwart in Stein gemeißelt wurde und mit der Erklärung des Rates die Stadt Osnabrück zu einem Queeren Zentrum ausbauen zu wollen bei uns der Eindruck entstand, dass es nun wirklich vorwärts gehen würde, müssen wir jetzt umso schockierter feststellen, dass wir auch hier in Osnabrück vor einer noch größeren Herausforderung stehen als bisher bekannt.

Die Stadt, der Rat, jede Bürgerin und jeder Bürger dieser Stadt darf die Angehörigen der LGBTQIA+ - Community in unserer Friedensstadt endlich nicht mehr alleine lassen. Es gilt jetzt den Anfängen endlich zu wehren, dies sind wir Malte Cox aus unserer Nachbarstadt Münster, der Transfrau, die auf dem Heger Tor angegangen wurde und allen anderen, die sich bis heute nicht trauen, ihren Peinigern gegenüberzutreten und Anzeige zu erstatten, mehr als schuldig.

Zu lange wurden sie alleine gelassen, zu lange wurde weggeschaut, und wir weigern uns nachdrücklich, diesen Weg so weiter mitzugehen. Die gesamte LGBTQIA+ - Community kann sich unserer Unterstützung sicher sein und wir rufen jede Bürgerin und jeden Bürger dieser Stadt aktiv dazu auf, diesem diskriminierenden Gedankengut, diesem fürchterlich überholten und vor allem falschen Weltbild mit uns zusammen entgegenzutreten.

Diese Tat steht mutmaßlich im Zusammenhang mit einer politischen Jugendorganisation. Es ist für uns eine absolute Selbstverständlichkeit, dass diese, wie alle anderen Beteiligten, ihr Möglichstes zur Aufklärung beiträgt und entsprechende Konsequenzen zieht. Wir repräsentieren alle Osnabrücker Jugendlichen, dies soll an dieser Stelle nochmals betont werden. Wir sind uns sicher, dass die Partei und die betroffene Jugendorganisation keineswegs für die durch diese Tat gezeigten Werte stehen. Wir sprechen uns ausdrücklich weiterhin für jugendpolitisches Engagement aus. Wir befürworten neben Engagement in Vereinen und Verbänden selbstverständlich auch die Mitgliedschaft in einer politischen Jugendorganisation, unter der definitiven Voraussetzung, dass diese auf den Grundpfeilern unserer demokratischen Grundordnung steht.

Das Jugendparlament Osnabrück und alle seine Mitglieder sind in Gedanken bei dem Opfer. Wir fordern eine vollständige Aufklärung ein und fordern auf der anderen Seite, die Ermittlungen abzuwarten und nicht vorschnell persönliche Schlussfolgerungen zu treffen. Solch ein Verhalten kann und darf nur, muss aber definitiv mit der vollen Kraft und Stärke des Rechtsstaates geahndet werden. Diese Tat steht in keiner Weise für die Werte, die die Osnabrücker Jugendlichen vertreten und gehört aufs schärfste Verurteilt.

Vinzent Pleister und Linus Sandkämper
Pressesprecher Jugendparlament Osnabrück

Osnabrück 12.10.2022

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